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Schlagwort-Archive: Flüchtlinge

Oft sind die Vereine das Herz eines Orts. Wie also soll Integration ohne sie funktionieren? Ein Fußballverein in Nürtingen rekrutiert neue Spieler aus der Flüchtlingsunterkunft – und gibt ihnen so einen Platz in der Gemeinschaft.

Anerkennendes Raunen, Händeklatschen, Schläge auf die Schulter: Mohamad Saleh hat mit einem wunderbaren Seitfallzieher das Tor getroffen. „Sehr nett, alle Leute sind sehr nett“, sagt der 28-Jährige. Das Trainingsspiel im grellen Schein des Flutlichts geht weiter. Vor einem Jahr war Saleh aus Syrien nach Deutschland geflohen. Seitdem spielt er beim TB Neckarhausen Fußball, zusammen mit vielen anderen Flüchtlingen aus dem Ort. Das schafft die Neuankömmlinge aus der Isolation heraus – und gibt ihnen ein Gesicht im Ort.

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Der Syrer Khaled Shamsi ist Chirurg und Flüchtling – in der damaligen Notunterkunft der Stuttgarter Messe behandelte er andere Flüchtlinge. Sein Vorteil: Ein halbes Dutzend Sprachen, mit denen er zurechtkommt. Im Herbst hatte ich ihn bei der Arbeit begleitet.

Scheu schaut der kleine kranke Junge aus den Armen seines Vaters hervor. In der Nacht und am Morgen sei seine Stirn heiß gewesen, berichtet der Syrer. Der Arzt hört mit ernster Miene zu und nickt. Sie stehen in einem hohen, weißen Zelt. Plastikplanen hängen von der Decke und trennen drei Behandlungsliegen voneinander ab. Die Männer unterhalten sich auf Arabisch. Doch das Zelt steht in Deutschland – in der Halle 9 der Stuttgarter Messe, einer Notunterkunft für rund 1000 Flüchtlinge. Khaled Shamsi ist Arzt, der selbst vor der Gewalt nach Deutschland geflohen war. Vor zwei Jahren kam der syrische Kurde. Jetzt behandelt er ehrenamtlich andere Flüchtlinge.

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Während meiner Vertretung im Ulmer Büro habe ich eine Familie in Biberach besucht, die einen jungen Flüchtling aus Afghanistan bei sich aufgenommen hat. Das soll die überforderten Kommunen entlasten, doch eine Patentlösung ist es nicht.

„Lernen, lernen, lernen“, will Farschid in Deutschland. Er ist einer von inzwischen gut 60.000 unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlingen in der Bundesrepublik. Eine Schule hatte er kaum besucht, seine Eltern sind nach seinen Angaben tot. Doch nun geht er zum Unterricht – und auch eine neue Familie hat er gefunden. Mit der steigenden Zahl der Flüchtlinge bemühen sich die Kommunen verstärkt um Pflegefamilien für die Minderjährigen. Das kann Halt geben, fordert aber alle Seiten.

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