Mit dem Ende des Februars 2017 endet auch mein Volontariat bei dpa, und damit meine Arbeit als Journalist. Die Seite bleibt erstmal bestehen.

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Bei Interviews mit Kollegah und Gene Simmons mit Kiss in den vergangenen Monaten geriet das Gespräch auch auf das Thema Geld. Wie sehr muss ein Künstler heute ein Geschäftsmann sein, um die eingebrochenen Umsätze der Musikindustrie zu kompensieren? Welche Strategien gibt es dafür – und bedeutet es, dass man seine Seele verkaufen muss? Für das Wirtschafts-Ressort der dpa habe ich dieses Thema aufgegriffen.

Sündhaft teure Gitarren allein zum Zerschlagen auf der Bühne, Privatfuhrpark in der Villengarage, Titelfotos auf Musikmagazinen – der Traum vom Rockstarleben ist sicher noch lebendig. Aber wenn es ums Geldverdienen geht, müssen Musiker (und ihre Manager) heute umdenken, denn die Verkaufszahlen sind über die Jahre eingebrochen. Die Branche weitet den Blick – und Künstler werden als Unternehmer nebenher tätig. 

Musik machen und Musik verkaufen – was früher gereicht hat, ist heute nur noch die Basis für bekannte Künstler. Sponsoring, Markenpartnerschaften, Merchandising, Auftritte in Castingshows, Bücher-Deals – das alles sind Möglichkeiten, wieder an die Einnahmen aus glorreichen Zeiten heranzukommen, wie Professor Hubert Wandjo erklärt, Leiter des Bereichs Musik- und Kreativwirtschaft an der Popakademie Mannheim. Im Musikvideo tauchen die Lautsprecher der einen Marke auf, bei Konzerten die Turnschuhe der anderen. 

Alles schon früher da gewesen, nun intensiviert, sagt Wandjo.

Ganzer Text bei der Augsburger Allgemeinen…

Für einige ist der berufliche Traum eine Karriere bei der EU – und dafür bilden sie sich gut aus. Am College of Europe in Brügge studiert die künftige Europa-Elite – aber für die Briten unter ihnen ist dank dem Brexit der Einstieg verwehrt. Was nun? Ich habe mit Studenten, Absolventen und dem Direktor der Uni gesprochen, um das herauszufinden.

Am College of Europe im belgischen Brügge oder polnischen Warschau kann sich nicht einfach jeder einschreiben. Pro Jahr meistern nur knapp 500 hoch qualifizierte Bewerber die rigorosen Aufnahmetests, und viele haben ein klares Ziel vor Augen: eine Karriere bei den Institutionen der Europäischen Union (EU). Doch für britische Studenten ist dieser Traum mit Großbritanniens Nein zur EU erst einmal ausgeträumt.

„Man kann wohl sagen, dass der Brexit meine Karriere aus der Spur gestoßen hat“, sagt Benjamin Thom, 26, der ursprünglich aus dem englischen Halifax stammt. Er hat bereits in Spanien, Schweden, Frankreich und Tschechien studiert. Danach kam er an die europäische Kaderschmiede in Brügge und hat hier gerade seinen Abschluss gemacht.

Der ganze Artikel bei Spiegel Online…

 

meat

Vor kurzem hatte ich die Gelegenheit, in Berlin einen meiner Lieblingsmusiker zu interviewen: Meat Loaf, der Anfang September sein neues Album „Braver Than We Are“ veröffentlicht hat. Es ist das erste Meat-Loaf-Album seit 23 Jahren, das komplett von Jim Steinman geschrieben wurde.

„Im Leben geht es ums Lernen. Jedes Mal, wenn ich die Bühne betrete, lerne ich etwas. […] Was mich antreibt, ist Lernen. Wenn du mir ein Filmskript zuschickst, und ich lese es und weiß sofort, wie ich das mache, rufe ich meinen Manager an und sage: «Sag es ab. Zu einfach.» Wenn ich ein Skript bekomme und ich lese es und denke mir: «Wie soll ich das denn machen? Das ist ja unmöglich.» Dann nehme ich es an. Und fange an zu arbeiten.“

Ganzer Text bei der Abendzeitung…

Fast 2000 Emojis gibt es mittlerweile – und überall sehen sie ein bisschen anders aus. Das kann auch schon einmal zu Missverständnissen führen – aber immerhin geht der Trend zum Einheitslook.

Ist das nun ein breit grinsendes, zufriedenes Gesicht – oder eine zähnefletschende Grimasse? Das Emoji mit der Bezeichnung „grinsendes Gesicht mit lächelnden Augen“ verwirrt viele Nutzer, denn auf iPhones sieht es ganz anders aus als auf vielen anderen Smartphones – und soll doch eigentlich das gleiche sein. Emojis: Die kleinen, bunten Symbole haben massenweise den Eingang in die alltägliche Kommunikation gefunden, aber führen häufig zu Missverständnissen. Brauchen wir den Einheits-Look?

Die Erwartung in der Kommunikation sei, dass eine Botschaft so ankomme, wie man sie verschicke, sagt Medienpsychologin Sabrina Eimler, Professorin an der Hochschule Ruhr-West. „Wenn die Symbole dann unterschiedlich aussehen, ist das ein Problem. Da führt die technische Infrastruktur zu Fallstricken.“ Und die Rolle der Symbole ist nicht zu vernachlässigen. „Man achtet sehr stark auf nonverbale Kommunikation – und am Bildschirm fallen Emojis darunter.“

Ganzer Artikel bei der WiWo…

Der erste deutsche Auftritt von Black Sabbath war 1969 im legendären Hamburger Star-Club, in dem einst die Beatles auftraten. Damals hießen sie noch Earth und waren noch nicht die Gründerväter des Heavy Metal. Fast ein halbes Jahrhundert später touren drei Viertel der Urbesetzung ein letztes Mal um die Welt.

Black Sabbath: Vier unbedarfte Jungs aus England werden mit düsterer Musik zu einer der größten Bands des Planeten. Sie begründen das Genre des Heavy Metal und stoßen die Karriere dessen schillerndster Gestalt an – die von Ozzy Osbourne. Nach beinahe 50 Jahren Bandgeschichte und zwei Dutzend Mitgliedern sind Black Sabbath nun fast in Originalbesetzung auf ihre Abschiedstournee „The End”.

Abseits von vielzitierten Anekdoten um Vollrausch, Exzess und Okkultismus gibt es wenige Bands, die mehr Einfluss auf ein Genre hatten. Doch dass sie die Legenden werden, die sie heute sind, schien während einer jahrzehntelangen Schmierenkomödie wie eine Fantasie aus dem Drogenrausch. Black Sabbath spielen drei letzte Auftritte in Deutschland: Am Wochenende bei den Festivals Rock im Park und Rock am Ring, nächste Woche auf der Berliner Waldbühne.

Ganzer Artikel bei der Frankfurter Neuen Presse…

Als Metallica 2008 „Death Magnetic“ rausbrachten, fand ich die neuen Songs ziemlich stark, aber schon damals fiel mir auf, dass irgendwas mit der Klangqualität nicht stimmt. Heute ist das Album das Paradebeispiel der Musikliebhaber, die gegen den Loudness War der Musikindustrie ankämpfen – darunter jede Menge Mastering Engineers, die es leid sind, alles auf Anschlag pushen zu müssen.

Kurz vor Veröffentlichung ihres neuen Albums Anfang Mai schickte die englische Band“Radiohead“ die Single „Burn the Witch“ voraus – von Kritikern gelobt für ihre dichte Atmosphäre und Experimentierfreudigkeit.

Doch die technische Umsetzung des langsam anschwellenden Songs erntete Kritik: Eine vertane Chance nennt sie der erfahrene Mastering-Ingenieur Ian Shepherd. „Was wir bekommen, ist ein Song, der zurückhaltend und eingeschränkt ist.“

Von Anfang an, so Profi Shepherd, sei der Song sehr laut produziert – dabei könnte der ansteigende Effekt viel eindrucksvoller rüberkommen, wenn auch die Lautstärke langsam zunehmen würde.

Der ganze Artikel bei der Huffington Post…