Archiv

Schlagwort-Archive: Stuttgart

Der Syrer Khaled Shamsi ist Chirurg und Flüchtling – in der damaligen Notunterkunft der Stuttgarter Messe behandelte er andere Flüchtlinge. Sein Vorteil: Ein halbes Dutzend Sprachen, mit denen er zurechtkommt. Im Herbst hatte ich ihn bei der Arbeit begleitet.

Scheu schaut der kleine kranke Junge aus den Armen seines Vaters hervor. In der Nacht und am Morgen sei seine Stirn heiß gewesen, berichtet der Syrer. Der Arzt hört mit ernster Miene zu und nickt. Sie stehen in einem hohen, weißen Zelt. Plastikplanen hängen von der Decke und trennen drei Behandlungsliegen voneinander ab. Die Männer unterhalten sich auf Arabisch. Doch das Zelt steht in Deutschland – in der Halle 9 der Stuttgarter Messe, einer Notunterkunft für rund 1000 Flüchtlinge. Khaled Shamsi ist Arzt, der selbst vor der Gewalt nach Deutschland geflohen war. Vor zwei Jahren kam der syrische Kurde. Jetzt behandelt er ehrenamtlich andere Flüchtlinge.

Der ganze Artikel bei der Südwest Presse… 

Wer genau hinschaut (und vor allem hinhört), der entdeckt schon heute vor allem in Großstädten einige ungewöhnliche Omnibusse. Nicht nur bei Autos spielt der zusätzliche Elektroantrieb mittlerweile eine größere Rolle – wenn auch noch keine große.

Der Motor springt an, aber das grimmige Knurren eines klassischen Dieselantriebs bleibt aus. Fast lautlos rollt der Bus los. Kein Aufheulen beim Beschleunigen, keine rüttelnden Sitze. Hybridbusse fahren mit der Unterstützung von Elektromotoren sanft, aber kraftvoll an – und ersparen nicht nur den Fahrgästen, sondern auch geplagten Anwohnern Lärm und Emissionen. Vor allem sollen alternative Antriebe im Busverkehr den Kraftstoffverbrauch und Schadstoffausstoß drücken. Der Umwelt zuliebe fördert sie auch die Politik. Wirtschaftlich lohnt sich das bisher allerdings kaum, sagen Unternehmer.

Weiter bei der Automobilwoche…

Gedreht wird für „Game of Thrones“, die im Moment wohl größte Serie der Welt, an vielen Orten: Nordirland, Marokko, Kroatien oder Island. Drachen, Schattenwölfe oder den Titan von Braavos findet man dort aber nicht – sie entstehen an Computern. Und viele davon stehen nicht etwa in Hollywood oder New York, sondern in Schwaben.

Von zwei düster dreinblickenden Männern auf einem Segelschiff schwenkt die Kamera langsam hoch – und gibt den Blick frei auf einen Dutzende Meter hohen Granitkoloss: ein Krieger mit zerbrochenem Schwert, der breitbeinig über den Klippen einer Lagune wacht. Dahinter liegt die Stadt Braavos, wie Venedig zerfurcht von Kanälen und Brücken und belebt von Booten und Fähren.

Für diese Kamerafahrt in der Fantasy-TV-Serie «Game of Thrones», vielleicht 20 Sekunden lang, hatten vier Kreative drei Monate lang gearbeitet. Belohnt wurden sie mit einem Millionenpublikum und einem renommierten Branchenpreis für die digitalen Effekte. Die fiktive Stadt stammt nicht etwa aus Hollywood oder New York, sondern aus Schwaben – wie viele der Burgen, Fantasiewesen und Landschaften in der US-amerikanischen Erfolgsserie.

Weiter bei der Augsburger Allgemeinen…