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Immer wieder taucht das Schlagwort „Shareconomy“ auf – und vielleicht lässt es sich auch auf das Urheberrecht anwenden. Denn obwohl die Fan Fiction rein rechtlich nicht ganz astrein ist, wehren sich nur wenige Autoren dagegen – denn sie sorgt für besondere Bindung an das Originalmaterial.

Was wäre, wenn Harry Potter plötzlich in einem Raumschiff aus «Star Wars» sitzen würde? Wenn der Hobbit Frodo aus «Herr der Ringe» der dunklen Verlockung des Ringes nicht widerstehen könnte? Und vor allem: Wenn sich Bella aus der «Twilight»-Reihe nicht für den Vampir, sondern für den Werwolf entscheiden würde? Ob aus Unzufriedenheit mit der Vorlage oder einfachem Spieltrieb, Tausende von Fans schreiben ihre Lieblingsgeschichten weiter oder neu. Rechtlich ist die sogenannte Fan-Fiction eine Grauzone – aber die Autoren können sich trotzdem darüber freuen.

Der ganze Artikel beim Trierischen Volksfreund…

Prinoth gegen Pistenbully: Wer den perfekten Schnee will, braucht ihre Pistenraupen. Doch müssen die Geräte mehr können als nur präparieren – denn Schnee ist ein teures Gut.

Wer als Skifahrer etwas auf sich hält, quält sich schon frühmorgens aus dem Bett, um als Erster auf der Piste zu sein. Dann ist der Schnee perfekt präpariert. Bis in die Nacht hinein sorgen dafür die mächtigen Pistenraupen – und die sind entweder rot oder silber. Zwei Unternehmen haben fast den kompletten Weltmarkt unter sich aufgeteilt: Kässbohrer Geländefahrzeug aus Oberschwaben mit seinen Pistenbullys und Prinoth aus Südtirol mit seinen Leitwölfen und Bisons. Doch in der schneeweißen Welt der Pistenraupen gibt es hässliche Flecken: Neue Märkte tun sich kaum auf – und mit der globalen Erwärmung droht Schneemangel.

Der ganze Artikel beim Handelsblatt… 

Sport habe ich auch gemacht: Beim wichtigsten Golf-Teamturnier der Damen in St. Leon-Rot sah es lange nach einem Sieg der Europäerinnen aus, bis die USA eine mächtige Aufholjagd starteten.

Schon vor dem ersten Schlag verbeugte sich Sandra Gal vor der vollgepackten Zuschauertribüne. Mit Humba-Tätärä und La Ola begrüßten die Fans Deutschlands beste Golferin lautstark, als sie das letzte Einzelmatch des Solheim Cups einläutete. Mit einem starken Start hatte die Düsseldorferin zwei Punkte beigetragen. Doch nach einer grandiosen Aufholjagd holte das Team USA den großen europäischen Vorsprung am Schlusstag noch ein – und machte beim Kontinentalvergleich kräftig Werbungfür den Golfsport.

Der ganze Artikel bei Focus Online…

Oft sind die Vereine das Herz eines Orts. Wie also soll Integration ohne sie funktionieren? Ein Fußballverein in Nürtingen rekrutiert neue Spieler aus der Flüchtlingsunterkunft – und gibt ihnen so einen Platz in der Gemeinschaft.

Anerkennendes Raunen, Händeklatschen, Schläge auf die Schulter: Mohamad Saleh hat mit einem wunderbaren Seitfallzieher das Tor getroffen. „Sehr nett, alle Leute sind sehr nett“, sagt der 28-Jährige. Das Trainingsspiel im grellen Schein des Flutlichts geht weiter. Vor einem Jahr war Saleh aus Syrien nach Deutschland geflohen. Seitdem spielt er beim TB Neckarhausen Fußball, zusammen mit vielen anderen Flüchtlingen aus dem Ort. Das schafft die Neuankömmlinge aus der Isolation heraus – und gibt ihnen ein Gesicht im Ort.

Der ganze Artikel bei der Südwest Presse…

Der Syrer Khaled Shamsi ist Chirurg und Flüchtling – in der damaligen Notunterkunft der Stuttgarter Messe behandelte er andere Flüchtlinge. Sein Vorteil: Ein halbes Dutzend Sprachen, mit denen er zurechtkommt. Im Herbst hatte ich ihn bei der Arbeit begleitet.

Scheu schaut der kleine kranke Junge aus den Armen seines Vaters hervor. In der Nacht und am Morgen sei seine Stirn heiß gewesen, berichtet der Syrer. Der Arzt hört mit ernster Miene zu und nickt. Sie stehen in einem hohen, weißen Zelt. Plastikplanen hängen von der Decke und trennen drei Behandlungsliegen voneinander ab. Die Männer unterhalten sich auf Arabisch. Doch das Zelt steht in Deutschland – in der Halle 9 der Stuttgarter Messe, einer Notunterkunft für rund 1000 Flüchtlinge. Khaled Shamsi ist Arzt, der selbst vor der Gewalt nach Deutschland geflohen war. Vor zwei Jahren kam der syrische Kurde. Jetzt behandelt er ehrenamtlich andere Flüchtlinge.

Der ganze Artikel bei der Südwest Presse… 

Wer genau hinschaut (und vor allem hinhört), der entdeckt schon heute vor allem in Großstädten einige ungewöhnliche Omnibusse. Nicht nur bei Autos spielt der zusätzliche Elektroantrieb mittlerweile eine größere Rolle – wenn auch noch keine große.

Der Motor springt an, aber das grimmige Knurren eines klassischen Dieselantriebs bleibt aus. Fast lautlos rollt der Bus los. Kein Aufheulen beim Beschleunigen, keine rüttelnden Sitze. Hybridbusse fahren mit der Unterstützung von Elektromotoren sanft, aber kraftvoll an – und ersparen nicht nur den Fahrgästen, sondern auch geplagten Anwohnern Lärm und Emissionen. Vor allem sollen alternative Antriebe im Busverkehr den Kraftstoffverbrauch und Schadstoffausstoß drücken. Der Umwelt zuliebe fördert sie auch die Politik. Wirtschaftlich lohnt sich das bisher allerdings kaum, sagen Unternehmer.

Weiter bei der Automobilwoche…

Gedreht wird für „Game of Thrones“, die im Moment wohl größte Serie der Welt, an vielen Orten: Nordirland, Marokko, Kroatien oder Island. Drachen, Schattenwölfe oder den Titan von Braavos findet man dort aber nicht – sie entstehen an Computern. Und viele davon stehen nicht etwa in Hollywood oder New York, sondern in Schwaben.

Von zwei düster dreinblickenden Männern auf einem Segelschiff schwenkt die Kamera langsam hoch – und gibt den Blick frei auf einen Dutzende Meter hohen Granitkoloss: ein Krieger mit zerbrochenem Schwert, der breitbeinig über den Klippen einer Lagune wacht. Dahinter liegt die Stadt Braavos, wie Venedig zerfurcht von Kanälen und Brücken und belebt von Booten und Fähren.

Für diese Kamerafahrt in der Fantasy-TV-Serie «Game of Thrones», vielleicht 20 Sekunden lang, hatten vier Kreative drei Monate lang gearbeitet. Belohnt wurden sie mit einem Millionenpublikum und einem renommierten Branchenpreis für die digitalen Effekte. Die fiktive Stadt stammt nicht etwa aus Hollywood oder New York, sondern aus Schwaben – wie viele der Burgen, Fantasiewesen und Landschaften in der US-amerikanischen Erfolgsserie.

Weiter bei der Augsburger Allgemeinen…

„Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht“, so verlangt es das Gesetz. Aber egal, wer die Schuld trägt, die Wut fährt bei vielen mit. Woran das liegt – und was der größte Aufreger im Verkehr ist – habe ich für dpa aufgeschrieben.

Wer im Internet nach dem Schlagwort „road rage“ (Straßenzorn) sucht, findet Videos aus aller Welt, oft aufgenommen mit Kameras auf dem Armaturenbrett: Prügeleien auf offener Straße, Attacken mit Äxten oder Schaufeln, aus Autofenstern gereckte Schusswaffen. Die Gründe: oft nur Kleinigkeiten. Abbiegen ohne Blinken, abruptes Bremsen und Gedrängel auf der Autobahn sorgen zwar nur bei Wenigen für echte Ausraster – aber Ärger im Straßenverkehr kennen die meisten.

„Das Ziel ist immer, möglichst schnell von A nach B zu kommen. Alles, was mich dabei aufhält, ist ein Ärgernis“, sagt Verkehrspsychologe Wolfgang Fastenmeier. Besonders andere Fahrer könnten dabei als Kontrahenten gesehen werden – auf die sich die Wut entlädt. Tatsächlich regt sich knapp die Hälfte (47 Prozent) der Autofahrer am meisten über andere Autofahrer auf, wie aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov hervorgeht.

Weiter bei der Badischen Zeitung…

Trauern die Menschen in Zukunft nur noch online? Nach dem Absturz der Germanwings-Maschine in den französischen Alpen habe ich mich für dpa mit der Trauerkultur auseinandergesetzt – angesichts der unzähligen Beileidsbekundungen, die das Internet überschwemmten.

„Die unfassbare Tragödie lässt Worte versagen“, heißt es auf einer der vielen Facebook-Kondolenzseiten, die eigens nach dem Germanwings-Absturz eingerichtet wurden. Die Welt trauert öffentlich – im Internet. Nach der Katastrophe drücken unzählige Nutzer ihr Mitleid mit den Opfern in sozialen Netzwerken aus. Die Lufthansa stellt den Hashtag #indeepsorrow (in tiefer Trauer) zu ihren Auftritten, die Logos des Konzerns und anderer Airlines sind ergraut. Tokio Hotel, Boris Becker, Sarah Connor – auch Prominente tun ihre Trauer kund. Doch die Pixel-Kerze wird das Grablicht nicht ersetzen, sagen Experten – und für die Hinterbliebenen zählt vor allem eins: echter Trost.

Weiter bei der Sächsischen Zeitung…